Gemeinsam gegen eine schlimme Krankheit!

Es ist eine grausame Krankheit, die schubweise verläuft und auch im Rollstuhl enden kann. Dabei gilt die Multiple Sklerose, kurz MS (ein chronisch-entzündlicher Prozess, der die Myelinscheide der Nervenzellen schädigt) als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Das zeigt auch ein Bericht der Aachener Zeitung, der von einer 37-jährigen Heinsberger Juristin berichtet, deren Leiden scheinbar harmlos, mit einem Kribbeln in den Beinen (das zudem erst bei größerer Belastung auftrat) begann. Doch die Symptome verstärkten und vervielfachten sich, so dass schließlich die Verdachtsdiagnose MS gestellt wurde …

Tatsächlich ist die Krankheit, die vermutlich durch einen Angriff körpereigener (Abwehr)Zellen auf die bereits erwähnten Myelinscheiden ausgelöst wird, mitunter schwer zu “fassen”. Erschwerend kommt hinzu, dass das gesamte Zentrale Nervensystem betroffen sein kann und die Symptome daher sehr vielfältig ausfallen (können), von Sehstörungen, wie sie auch die “Aachener” beschriebt, bis hin zu muskulären Erscheinungen und Ausfällen im Bereich der Bewegung und Motorik. Der Leidensdruck der Patienten – auch und gerade die Ungewissheit und Angst -, sind oft enorm.

Erste Symptome treten meist in jungen Jahren, ab etwa 15 bis hin zum 40. Lebensjahr, auf. Therapieansätze greifen überall dort, wo Probleme auftreten. Hierzu zählen physiotherapeutische Maßnahmen ebenso wie eine Schmerzbehandlung oder der Versuch, die immer wieder auftretenden Sprech- und Schluckstörungen rückgängig zu machen. Häufig kommt Kortison ins Spiel. Die Heinsberger Juristin berichtet zudem von einem Mittel zur Blutdrucksenkung namens Olmetec, das ihr eine im Ausland lebende Kusine empfahl und das sich bei einer erhöhten Dosierung “als eine Art Wundermittelchen entpuppt hatte!” Denn offensichtlich zeigt der Wirkstoff Olmesartan medoxomil auch im Hinblick auf die Symptome der MS (s)eine Wirkung.
Doch das, was verheißungsvoll klingt, hat einen großen Haken: Das Mittel ist in Deutschland lediglich als Blutdrucksenker bekannt: “Eine Anerkennung im MS-Bereich steht noch aus!” Daher besorgt sich die Patientin das Mittel derzeit auf eigene Rechnung in einem Nachbarland.

Doch nun soll, gemeinsam mit anderen Patienten, ein Förderverein ins Leben gerufen werden, der Forschungen zwecks Zulassung des Medikaments zur MS-Therapie, unterstützt.

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