Gallensteinleiden – OPs nur bei akuten Beschwerden erforderlich

Patienten mit einem Gallensteinleiden, das sich akut bemerkbar macht, haben oft höllische Schmerzen. Nach Expertenmeinung wird bei einem Gallensteinleiden heute jedoch viel zu schnell einfach operiert, ohne dass die konkrete Ursache dabei im Vorfeld geklärt wurde. Demnach ist derzeit jede dritte Operation an der Gallenblase schlichtweg unnötig. Eine Operation sollte nur dann durchgeführt werden, wenn die Gallensteine akute Probleme verursachen.

Anhand einer Ultraschalluntersuchung kann die Größe sowie auch die Lage der Gallensteine schnell festgestellt werden – was aber die genaue Ursache für die Beschwerden des Patienten ist, bringt in der Regel eine gründlichere Diagnose ans Tageslicht. Wenn sich der Arzt aufgrund eines Gallensteinleiden zu einer Operation entschließt, wird heute in der Regel die Schlüsselloch-Methode zur Entfernung der Gallensteine angewendet. Dabei werden die Gallensteine durch eine kleine Öffnung entfernt und es bleibt anschließend nur eine kleine, kaum sichtbare Narbe zurück.

1 Kommentar zu „Gallensteinleiden – OPs nur bei akuten Beschwerden erforderlich“

  • August:

    Hallo, der Hinweis auf die minimalinvasive, laparoskopische OP ist nicht auf Höhe der Zeit!
    Heute werden Gallensteine i.d.R. endoskopisch durch eine sogenannte ERCP entfernt. Dabei wird durch den Magen ein Endoskop (dünner Gummischlauch, mit hochauflösender Videokamera, Lampen und einem Arbeitskanal) eingeführt. Mithilfe kleiner Instrumente wird dann der Ausgang des Gallenganges (Papilla Vateri) erweitert und die Steine mit Fangkörbchen o.ä. entfernt oder vo-Ort zertrümmert.
    Dieser Eingriff hinterlässt keinerlei Spuren und ist eigentlich Routine.

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